Artikel
0 Kommentare

Astronomie & Antofagasta

Wir besuchen das astronomische Observatorium der ESO (European Southern Observatory) auf dem 2600 m hohen Cerro Paranal, etwa 140 km von Antofagasta entfernt. Die Gegend eignet sich deshalb so gut, weil hier über der Wüste der Sternenhimmel rund ums Jahr sehr klar ist und sich in der Umgebung keine Städte befinden, die sonst durch ihre Lichter die Beobachtung stören.


Die Tour ist kostenlos und man fährt im Convoy im eigenen Auto über das Gelände. Das Observatorium verfügt über eines der bestauflösendsten Teleskope der Welt. Für die schärfsten Bilder arbeiten 4 große Teleskope als das sogenannte VLT (Very Large Telescope) zusammen, deren Hauptspiegel jeweils etwa beeindruckende 8,5 m Durchmesser haben. Auf einem Hügel quasi direkt nebenan wird bereits an einem ELT (Extremely Large Telescope) gebaut, das noch bessere Beobachtungen verspricht. Noch bessere Beobachtungen wären nurnoch mit einem OLT, einem „Overwhelmingly Large Telescope“ (Überwältigend großes Teleskop) möglich. Die Namensgebung ist doch auch für Laien recht einleuchtend, oder?

Nach dem Besuch des Observatoriums fahren wir weiter nach Antofagasta. Hier suchen wir nach neuen Bremszylindern, da unsere recht stark oxidiert sind und Probleme verursachen. Wir finden zwar keine passenden, aber einen Bremsenspezialisten, bei dem wir neue herstellen lassen können – aus einer Art Epoxydharz oder so etwas ähnlichem. Wir sind etwas überrascht, aber vertrauen den Spezialisten. Bisher bremst es ganz zuverlässig. Außerdem nehmen wir Kontakt mit verschiedenen Verschiffungsagenturen auf. Allerdings werden wir weitergeschickt – wir sollen es mal in Iquique versuchen, der Hafen dort sei der Umschlagplatz für Autos und Import-Export-Metropole.

Unser nächstes Ziel ist also Iquique. Allerdings fahren wir nicht auf direktem Weg dorthin, sondern nehmen den Umweg über Chacabuco, Calama und Chuqicamata.