Von Antofagasta fahren wir auf der Ruta 25 in Richtung Calama. Die Straße wird von verlassenen Salpeterminen gesäumt – ein wahres Paradies für Holger.
Etwa 100 km hinter Antofagsta treffen wir auf Chacabuco, eines der sogenannten „Ex-Oficinas“, wie die ehemalige Salpeter-Abbaustätten genannt werden. Salpeter (Natriumnitrat) wurde im 19. und frühen 20. Jahrhundert im großen Stil abgebaut. Es diente vor allem als Grundstoff für Schießpulver und Künstdünger. Heute sind die Abbaustätten Geisterstädte, die den einstigen Industrieboom bezeugen. Chacabuco sticht unter den vielen anderen Salpeterstädten aus mehreren Gründen heraus: Zum einen wurde sie vergleichsweise spät eröffnet (1924) und war nur recht kurz in Betrieb. Nachdem in Deutschland die künstliche Herstellung von Salpeter gelungen war, verlor der Salpeterabbau in der Atacamawüste zunehmend an Bedeutung und die Mine Chacabuco wurde bereits 1938 wieder geschlossen. Zum anderen wurden die verlassenen Baracken in den 1970ern als Lager für politische Gefangene genutzt. Wir besichtigen die verlassenen Wohnhäuser der Minenarbeiter und das erst in den 1990ern renovierte Theater. Im oberen Geschoss des Theaters gibt es eine informative Ausstellung zur Geschichte des Salpeterabbaus.
Weiter geht es nach Calama, wo wir uns die Kupfermine Chuqicamata ansehen wollen. Sie kann nur mit von der Betreiberfirma organisierten Bustouren besichtigt werden. Wir erfahren, dass es eine Warteliste für die beliebten, kostenlosen Touren gibt und sie für den Rest der Woche ausgebucht sind. Aber wir haben Glück, den schon am nächsten Tag tauchen so viele Leute nicht auf, die einen Platz reserviert haben, dass wir auf der Liste nach oben wandern und die letzten 2 Plätze im Bus ergattern! Ausgerüstet mit Helm und Warnweste geht es los. Zunächst fahren wir in den Ort Chuqicamata, deren Einwohner wegen der Umweltbelastung rund um die Mine 2004 ins nahe Calama umgesiedelt wurden. Das macht sie zu einer riesigen Geisterstadt, die zum Teil einfach mit dem Abraum der Mine zugeschüttet wird. Hier erklärt uns der Guide alle Prozesse rund um die Kupfergewinnung. Wir lernen, dass in Chuqicamata seit 1915 Kupfer gefördert wurde. Heute werden jährlich rund 300.000 Tonnen Kupfer gewonnen. In den nächsten Jahren soll der Tagebau eingestellt werden und man will das Kupfer unterirdisch abbauen. Nach den lehrreichen Ausführungen geht es weiter zur eigentlichen Mine – ein riesiges, 1 km tiefes Loch in dem die großen LKWs wie Spielzeugautos wirken. Die LKWs, deren Räder unglaubliche 4 m Durchmesser haben, benötigen 20 min für den Weg ganz bis nach unten, dort laden sie bis zu 390 Tonnen Geröll auf und brauchen dann etwa 75 min, um so beladen wieder herauf zu fahren. Alles in allem finden wir die rund zweistündige Tour recht beeindruckend.
- Verlassenes Haus in Chacabuco
- Chacabuco
- Chacabuco – Plaza
- Theater in Chacabuco
- Museum in Chacabuco
- Chacabuco
- Schweres Gerät in Chuqicamata
- Riesiger LKW in Chuqicamata
- Mine Chuqicamata











Spielzeugautos trifft’s ganz gut 🙂 Aber auch schön zu sehen, dass ihr euch mal einen Hotelaufenthalt gönnt!
Wohin soll das Auto denn verschifft werden? Und was habt ihr vor, während das Auto ohne euch auf Reise ist?
Grüße aus dem Sommer im anderen Süden!
Hiiiiiiii friends.. who are youu..como estan? Pueden darme su telefono? Saludosss que pasen lindo los extraño amigos