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Russland – Teil II

Tempel aller ReligionenVon der mongolischen Grenze geht es in Richtung Moskau. Die Altai-Region mit ihren Modelleisenbahnlandschaften ist wunderschön. Aber schon kurz dahinter wird die Landschaft zunehmend sumpfiger und mit dem Wasser kommen auch die Moskitos. Wir beeilen uns auf diesem Stück also ganz besonders! Trotz der warmen Temperaturen packen wir uns vollständig in Regenkleidung inklusive Handschuhen ein und schnüren unsere Kapuzen zu. Aber auch dieses kleine Stückchen rund um die Augen wird von den nervenden Stechviechern derart attackiert, dass wir uns kaum 5 Minuten draußen aufhalten können. Jetzt sind wir sehr froh über unser Zelt, dass wir abends als Moskitoschutz bei der Essenszubereitung benutzen.

Wir genießen den Anblick der hübschen Landschaften um uns herum also hauptsächlich durch die sicheren Autoscheiben und legen im Schnitt rund 700 km am Tag zurück. Ein Highlight lassen wir uns dennoch nicht entgehen: Nahe der Stadt Kasan gibt es einen „Tempel aller Religionen“. Mit seinen 16 verschiedenen Türmen und Kuppeln vereint er 16 verschiedene Weltreligionen in einem Gebäude. Allerdings dient er nicht als religiöse Zeremonienstätte, sondern als Kulturzentrum und Wohnhaus des Künstlers Eldar Chanow, der seit 1992 ständig an diesem Kunstwerk weiterbaut. Wunderschön und sehr beeindruckend!

In Moskau haben wir dann endlich Ruhe vor Moskitos und verbringen dort 2 Tage, um uns die sehr hübsche, aber zu unserem Besuch leider auch sehr verregnete Stadt anzuschauen. Wir erkunden die Stadt hauptsächlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln und bekommen so auch die reichlich verzierten U-Bahnstationen zu sehen, die wegen ihrer schmuckvollen Gestaltung auch „unterirdische Paläste“ genannt werden.