So, nun sind wir schon mehr als eine Woche in Montevideo. Wir haben eine gute Unterkunft gefunden und wohnen nun bei Juan, der sein eigenes Zimmer mit Dachterasse und Flachbildfernseher für uns geräumt hat und selbst im Gästezimmer schläft. Außerdem beköstigt uns Juan mit immer neuen Gerichten, denn er ist praktischerweise Koch!
Schon am ersten Abend nach unserer Ankuft bereitet er ein typisches Gericht für uns zu: Chivito! Das ist eine Art Hamburger mit überbackendem Entrecote (Entrecote con queso) als Fleischeinlage, gekochten oder gebratenen Eiern (huevos), Bacon, fritierten Zwiebeln (cebollas fritas), Salat (lechugo), Tomaten, Mayonaise (mayonesa) und Senf (mostaza). Das alles wird zwischen zwei Brötchenhälften (pan catalan) gestapelt und mit Pommes (papas fritas) serviert. Eine echte Kalorienbombe und natürlich sehr lecker!
Eine richtige Bombe ist auch Juans Spezialität, der er den passenden Namen „Bomb de Juan“ gegeben hat. Es ist eine geschichtete Nachspeise mit Dulce de Leche, einer Art Karamellcreme, die hier quasi Nationalspeise ist und die man im Supermarkt in 3kg-Eimern kaufen kann. Ich hatte bisher jeden Tag mindestens eine Portion davon. An dieser Stelle Grüße an Sarah, die mich sehr darum beneiden wird… 😉 Die Schichten bestehen aus Biscuitboden, Dulce de Leche, Crema doble mit Oreo-Stückchen, nochmal Biscuitboden, Mousse mit Dulce de Leche und oben drauf Oreo- und Merengue(Baiser)-Stückchen. Wow!
Am Freitagabend hat uns Juan in den Pub eingeladen, in dem er wochenends arbeitet. Es ist eine gemütliche Bar mit einem offenen Kamin in der Ecke. Juan empfiehlt uns Quesadillas, mit Käse und anderen Zutaten (Bacon, Schinken, Oliven, Olivenöl…) gefüllte Tortilla-Fladen, die er selbst am Nachmittag noch vorbereitet hat. Nach dem Essen besteht Juan auf zwei Runden Tequila. Zusammen mit den zwei Mojito macht mich das schon ein wenig beschwipst. 😉
Am nächsten Tag geht es direkt weiter mit den Köstlichkeiten: Juan zeigt uns wie man in Uruguay grillt, hier heißt das „Parilla“. Dabei handelt es sich um einen Feuerkorb, in dem Holz verbrannt wird. Die herunterfallenden Kohlen werden zur Seite hin ausgebreitet. Am Feuerkorb wird der eigentliche Grillrost angelehnt und steht so schräg über den glühenden Kohlen. Das Fleisch wird dann auf dem schrägen Grillrost gegart. Zu einer richtigen Parilla gehören (laut Juan):
- Mollejas: In Deutschland kennt man es wohl als Kalbsbries. Kannten wir vorher nicht und mussten erst danach googeln. Schwabbelig, aber eigentlich ganz genießbar.
- Chorizo: Eine würzige Wurst, die wir schon aus Deutschland kannten und sehr gerne mögen.
- Morcillas: Dunkle Würstchen, die es in einer süßen (dulce – für Juan und mich) und einer salzigen (salada – für Holger) gibt.
- Asado de tira: Rippchen, ähnlich wie sie es bei uns gibt.
- Sanchillas: dünne, gerollte Würstchen
Als wäre das nicht genug, gibt es als Beilage noch papas fritas. Dazu lassen wir uns ein uruguayisches, recht mildes Bier schmecken.
So, ich hoffe, ich habe Euch damit ein bisschen das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen. 🙂 Wie ihr seht, lassen wir es uns hier gut gehen!
- Chivitoessen
- Chivito
- Skizze des „Chivito“
- Bomb de Juan
- Bomb de Juan
- Skizze der „Bomb de Juan“
- In Juans Restaurant
- Quesadillas
- Grillmeister Juan
- Parilla
- Fleisch roh.
- Fleisch gegrillt.











Hallo hallo, das sieht ja alles sehr lecker aus 🙂 So lässt sich die Zeit doch gut überbrücken! So lernt ihr auch ohne Spanischkurs die wichtigsten Vokabeln 😉 Bitte mehr davon!
Da habt Ihr die Zeit ja toll überbrückt!
Um die Dulce de Leche bis zum Abwinken und die Bomb de Juan beneide ich Dich absolut! Was eine „böse“ Versuchung 😉
Habt noch eine tolle Zeit und viele tolle neue Eindrücke
Liebe Grüße
Sarah
So jetzt möchten wir auch unseren Senf dazugeben. Das sieht alles so toll aus und das Wasser läuft im Mund zusammen. Wird jetzt etwas „Vorrat“ angefuttert für schlechtere Zeiten? Wir hoffen mal es kommen keine und – das ihr euer Auto in Empfang genommen habt. Die Idee, bei Einheimischen unterzukommen find ich eine sehr gute Sache. Jetzt wünschen wir viel Glück, schicken ganz liebe Grüße
M&U
So jetzt möchten wir auch unseren Senf dazugeben. Das sieht alles so toll aus und das Wasser läuft im Mund zusammen. Wird jetzt etwas „Vorrat“ angefuttert für schlechtere Zeiten? Wir hoffen mal es kommen keine und – das ihr euer Auto in Empfang genommen habt. Die Idee, bei Einheimischen unterzukommen find ich eine sehr gute Sache. Jetzt wünschen wir viel Glück, schicken ganz liebe Grüße
M&U
Hallo ihr lieben,
gespannt verfolgen wir eure Reise.
Super, wie ihr Unterschlupf gefunden habt. Und bei den Essensbildern kann man schon manchmal neidisch werden 😉
Aurelie ist total begeistert von den tollen Bildern, die ihr zeigt. Hoffentlich konntet ihr nun euer Auto in Empfang nehmen.
Wir freuen uns auf neue Berichte und wünschen Euch weiterhin eine tolle Reise.
Isabell und die Kinder
Hallo Ihr beiden Weltenbummler,
Das fängt ja doch ganz gut an! Zwar kein Auto (oder ist es doch mittlerweile da?) aber die schönsten Leckereien zu genießen, viel Muße zum Spanisch Lernen, sich umzustellen weg vom zeitgetackteten Leben in Deutschland, neue Menschen kennenzulernen und auf ein anderes Land einzugewöhnen. Hier in Deutschland ist jetzt recht viel los wegen der Flüchtlinge, die sind jedenfalls nicht freiwillig unterwegs.
Alles Gute
Papa Florian
Einen schönen Gruß und viel Spaß auch weiterhin wünscht Carmen
Hey ihr zwei,
die Fleischgerichte könnt ihr behalten, aber die Dulce – mmmmhhh.
Liebe Grüße aus dem herbstlichen Bonn..
Die Südamerikaner wissen wie man totes Tier richtig macht… Nix für Vegetarier.
Liebe Grüsse aus Bremen
Christina